Inkasso, Mahnverfahren, Zwangsvollstreckung und Insolvenz

Erst bestellen und dann nicht bezahlen ... Der Schuldner im Netz.

Ein Schuldner kann oder will nicht zahlen. Was nun? Oder: Ich gebe ständig mehr Geld aus, als ich einnehme, und habe auch kein Vermögen mehr. Was dann? Was bedeutet eigentlich Unterwerfung unter die sofortige Zwangsvollstreckung? Mein Lohn ist gepfändet … Fragen rund um das Inkasso, das Mahnverfahren, die Zwangsvollstreckung und die Insolvenz können praktisch jeden Bürger einmal betreffen. Bei größeren Anschaffungen, bei denen man in Vorleistung tritt, lohnt es sich schon manchmal, darüber nachzudenken, wie groß das Insolvenzrisiko des Anbieters ist. Und bevor man zu einer Zwangsvollstreckung schreitet, sollte man eine Vorstellung haben, ob beim Schuldner überhaupt „noch etwas zu holen ist“. Wenn nicht, „wirft man gutes Geld dem schlechten hinterher“. Denn auch die Zwangsvollstreckung ist nicht umsonst.

Schuldnerberatung

BAG Schuldnerberatung
Auf der Webseite der Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung gibt es Informationen und auch Rechtsprechung rund um das Thema Schulden.

Inkasso – Mahnverfahren

„Schulden sind Denkmäler. Kein Schuldner gerät in Vergessenheit“ (Ralph Boller).

Der Begriff Inkasso meint den Einzug von Forderungen. Oft wird auch der Einzug von Forderungen durch Dritte, durch sogenannte Inkassobüros, als Inkasso bezeichnet. Wichtiges Instrument, einen Schuldner zur Zahlung zu bewegen, ist die Mahnung, die bestimmte und eindeutige Aufforderung des Gläubigers an den Schuldner, die geschuldete Leistung zu erbringen. Die Mahnung setzt den Schuldner, wenn dieser nicht fristgerecht leistet, in Verzug. Hilft das nichts, kann der Gläubiger ein gerichtliches Mahnverfahren einleiten. Das ist ein Gerichtsverfahren, das die Durchsetzung von Geldforderungen dadurch vereinfacht, dass ein Vollstreckungstitel (der Vollstreckungsbescheid) auch ohne streitiges Gerichtsverfahren erlangt werden kann.


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Ratgeber Mahnung, Inkasso
Der Ratgeber Mahnung, Inkasso auf 123recht.net besteht aus unstrukturiert dargebotenen Einzelbeiträgen von Rechtsanwälten.

Online-Mahnantrag
Über diese Webseite der deutschen Mahngerichte können Mahnbescheide erstellt werden und auch online übermittelt werden.

Mahnverfahren-aktuell
Eine informative und fachkundige Homepage zum automatisierten Mahnverfahren.

Zwangsvollstreckung

„Nur eine Fähigkeit wird wirklich geschätzt: die Zahlungsfähigkeit“ (Aristoteles Onassis).

Die Zwangsvollstreckung ist in der Zivilprozessordnung (ZPO) geregelt. Durch staatlichen Zwang, z.B. durch eine Pfändung, sollen privatrechtliche Ansprüche durchgesetzt werden, z.B. Zahlungsansprüche, aber auch Ansprüche auf Herausgabe einer Sache, auf Räumung oder ein anderes Handeln oder Unterlassen. Voraussetzung für die Vollstreckung ist ein Vollstreckungstitel. Das sind vor allem gerichtliche Urteile und Beschlüsse, können aber auch beispielsweise Vollstreckungsbescheide, gerichtliche Vergleiche oder notarielle Urkunden sein.


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Ratgeber Zwangsvollstreckungsrecht
Der Ratgeber Zwangsvollstreckungsrecht auf 123recht.net besteht aus unstrukturiert dargebotenen Einzelbeiträgen von Rechtsanwälten.

Zwangsversteigerungstermine
Auf dieser Plattform der Landesjustizverwaltungen zur Information über Zwangsversteigerungsverfahren werden von den teilnehmenden Amtsgerichten die Veröffentlichungen zu Zwangsversteigerungsverfahren bekannt gemacht.

Forum für Gerichtsvollzieher
Das Justizforum Nordrhein-Westfalen bietet unter anderem ein Forum für Gerichtsvollzieher mit Informationen und Meinungsaustausch zur Mobiliarvollstreckung, zur Parteizustellung und zum Kostenwesen.

Berechnung des Pfändungsfreibetrags
Dieser Lohnpfändungs-Rechner des Justizportals Nordrhein-Westfalen hilft, die Höhe des unpfändbaren Einkommens zu berechnen.

Insolvenz

„Bei Insolvenzen geht der Lieferant hinten mit der Trauerfahne nach“ (Anton Arnsteiner).

Insolvenz bedeutet Zahlungsunfähigkeit. Das Insolvenzverfahren ist in der Insolvenzordnung (InsO) geregelt. Insolvenzgerichte sind die Amtsgerichte. Das Insolvenzverfahren wird auf Antrag eines Gläubigers oder eines Schuldners eröffnet. Eröffnungsgründe sind die (drohende) Zahlungsunfähigkeit und bei juristischen Personen auch die Überschuldung. Ziel des Insolvenzverfahrens ist, alle Gläubiger gemeinschaftlich und geordnet zu befriedigen. Das noch vorhandene Vermögen wird verwertet und der Erlös gleichmäßig an die Gläubiger verteilt (Insolvenzquote). Für Privatpersonen gibt es ein besonderes Insolvenzverfahren, das Verbraucherinsolvenzverfahren, oft auch Privatinsolvenzverfahren genannt.


Fachliteratur zum Insolvenzrecht finden Sie im Justiz-und-Recht – Amazon Bücher-Shop, insbesondere zur Insolvenzordnung und zur Verbraucherinsolvenz bzw. Privatinsolvenz.

Insolvenzbekanntmachungen
Das Justizministerium des Landes Nordrhein-Westfalen betreibt im Auftrag aller Bundesländer die Internetseite Insolvenzbekanntmachungen, auf der die Insolvenzgerichte der Bundesrepublik Deutschland die Bekanntmachungen, die vorzunehmen sind, wenn ein Insolvenzverfahren bei Gericht beantragt worden ist, veröffentlichen.

Reform des Insolvenzrechts

Das Bundesministerium der Justiz bietet auf seiner Webseite einige knappe Erläuterungen und Materialien zum Insolvenzrecht un seiner Reform, darunter die Broschüre Restschuldbefreiung, die allgemeinverständlich Grundlagen der Verbraucherinsolvenz vermittelt.

Insolvenzrecht-Ratgeber
Der Insolvenzrecht-Ratgeber gibt zu verschiedenen insolvenzrechtlichen Themen (Insolvenzantrag, Insolvenzverfahren , Insolvenzverwalter, Restschuldbefreiung, Verbraucherinsolvenz, Schuldnerberatung etc.) laienverständliche Grundlageninformationen.

Insolvenzrecht.info
Diese von einem Rechtsanwalt herausgegebene Internet-Seite bietet Informationen rund ums Insolvenzrecht.

Ratgeber Insolvenzrecht
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juris Fachmodul Insolvenzrecht (abonnementpflichtig)
Die Juris-GmbH bietet ein Fachmodul mit Rechtsprechung, Literaturnachweisen, den wesentlichen insolvenzrechtlichen Gesetzen des Bundes und dem juris PraxisReport Insolvenzrecht.

Vergütungsrechner
Dieser Vergütungsrechner berechnet Vergütungen des (vorläufigen) Insolvenzverwalters, des Treuhänder und des Sachwalter sowie Gerichtskosten.

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