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Stellenangebote Öffentlicher Dienst

Die wichtigsten Seiten für die Stellensuche im Öffentlichen Dienst

Das Manko der meisten Stellenportale, die über Stellenangebote im Öffentlichen Dienst unterrichten, ist, dass ihre Bestückung von der Praxis der jeweiligen Einstellungsbehörde abhängt. Die Portale des Bundes und der Länder unterrichten recht zuverlässig über Stellenangebote im unmittelbaren Bundes- oder Landesdienst. Stellenangebote bei Anstalten oder Körperschaften, bei Mittelbehörden, Landkreisen und insbesondere bei den Kommunen sind in den zentralen Portalen jedoch meist nur fragmentarisch verzeichnet. Erste Wahl ist das Portal Bund.de, das sich hoffentlich zu einem auch von den kommunalen Körperschaften intensiv genutzen zentralen Stellenangebotspool für den gesamten Öffentlichen Dienst in Deutschland entwickelt. Konkurrenz erhält dieses Portal neuerdings von Interamt. Ein sicheres Bild der Angebotslage erhält man derzeit aber nur, wenn man auch die Stellenangebote der in Frage kommenden Anstalten und Körperschaften, insbesondere auch die der Landkreise und Kommunen recherchiert. Leider ein mühsames Geschäft …

Die Stellenangebote, die den Mitarbeitern der jeweiligen Körperschaft vorbehalten sind, sind meist nicht öffentlich zugänglich, sondern finden sich nur auf den entsprechenden Intranet-Seiten.

Im Folgenden finden Sie Stellenportale für Bund, Länder und die größten Städte Deutschlands. Hier können nicht alle Kreise, Städte und Gemeinden dokumentiert werden. Stellenangebote bestimmter Gemeinden, Städte und Kreise können durch Eingabe entsprechender Suchbegriffe im Behördenfinder recherchiert werden. Die Internetadressen der Landkreise können über den Kreisnavigator des Deutschen Landkreistages, die der Städte unter Stadt-Verzeichnis.de ermittelt werden.

Der Beitrag Berufswahl Öffentlicher Dienst macht Sie auf einige Aspekte zum Öffentlichen Dienst aufmerksam, die nicht auf den Rekrutierungsseiten der Behörden stehen, über die Sie aber nachgedacht haben sollten, bevor Sie sich für eine berufliche Laufbahn im Öffentlichen Dienst entscheiden.
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Gesetzgebung des Bundes

Gesetzgebungsorgane, Gesetzgebungsverfahren und Gesetzesmaterialien im Internet

Nun ja, Bismarck war nicht gerade ein Freund des aufgeklärten Bürgers. Wie Gesetze gemacht werden, gehört zum staatsbürgerlichen Grundwissen. Das im Grundgesetz geregelte Gesetzgebungsverfahren kennt drei Hauptakteure: Den Bundestag, die Bundesregierung und den Bundesrat. Das Zusammenwirken dieser drei Staatsorgane ist komplex. Den Weg eines Bundesgesetzes anhand der Gesetzesmaterialien nachzuvollziehen, ist entsprechend nicht immer ganz einfach. Eine große Hilfe sind die immer komfortableren Recherchemöglichkeiten im Internet zu den Gesetzesmaterialien.

Gesetzgebungsorgane

Bundestag
Bundesrat
Bundesregierung
Bundesministerien
Bundespräsident
Die Gesetzgebungsorgane des Bundes sind der Bundestag und der Bundesrat als Vertretung der Länder im Gesetzgebungsverfahren des Bundes. Gesetzgebungsorgan im weiteren Sinne ist auch die Bundesregierung, da diese Gesetzesanträge stellen kann. In der Praxis stammen weitaus die meisten Gesetzentwürfe aus der Feder eines Bundesministeriums. Ausgefertigt werden die Bundesgesetze vom Bundespräsidenten.

Datenhandbuch zur Geschichte des Deutschen Bundestages 1990 bis 2010
Mit dem Datenhandbuch zur Geschichte des Deutschen Bundestages 1990 bis 2010 stellt der Deutsche Bundestag eine umfangreiche Datensammlung zu allen Aspekten der parlamentarischen Arbeit zur Verfügung.

So arbeitet der Deutsche Bundestag
Die Broschüre So arbeitet der Deutsche Bundestag informiert nicht nur ausführlich über den Deutschen Bundestag, sondern auch über das Gesetzgebungsverfahren.

Gesetzgebungsverfahren

Weg der Gesetzgebung
Allgemeinverständliche Darstellung des Gesetzgebungsverfahrens auf den Seiten des Deutschen Bundestages.

Gesetzesvorhaben und Neuregelungen
Hier informiert die Bundesregierung über aktuelle Gesetzesvorhaben und Neuregelungen.

Gesetzesmaterialien

Parlamentsdokumentation des Bundestages
Das Parlamentsdokumentationssystem des Deutschen Bundestages umfasst mehrere Datenbanken.

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Juristische Methodik und Arbeitsweise

Kurze Einführung in die Recherche in Gesetzesmaterialien und in die Suche nach dem Willen des Gesetzgebers

Ein praktischer Beitrag zur Auslegung von Gesetzen

„Der Ausleger kann das Gesetz besser verstehen als seine Schöpfer es verstanden haben, das Gesetz kann klüger sein als seine Verfasser – es muss sogar klüger sein als seine Verfasser“ (Gustav Radbruch).

Einem jeden Jurastudenten werden sie gelehrt, die vier Methoden der Gesetzesauslegung: Die Auslegung nach dem Wortsinn (grammatische Auslegung), nach dem systematischen Zusammenhang der Norm (systematische Auslegung), nach der Gesetzeshistorie (historische Auslegung) und nach Sinn und Zweck der Norm (teleologische Auslegung). Die historische Auslegung trifft sich, soweit sie auf die Entstehungsgeschichte der Norm zurückgreift, mit der teleologischen Auslegung. Es geht nämlich bei der Auslegung nach der Gesetzeshistorie um die Ermittlung des subjektiven Willens des historischen Gesetzgebers, während es bei der teleologischen Auslegung um einen objektiven Sinn und Zweck geht. Letzterer gibt Anlass zu rechtstheoretischen und rechtsphilosophischen Betrachtungen, die hier aber nicht angestellt werden sollen. Hier genügt es, festzuhalten, dass es sinnvoll sein kann, den Willen des historischen Gesetzgebers zu ermitteln. Aber: Wie macht man das?

Relativ einfach wäre es, wenn es sich bei „dem Gesetzgeber“ um nur eine Person handeln würde. Das ist jedoch nicht der Fall. Vielmehr sind an der Gesetzgebung mehrere Institutionen beteiligt, in denen eine Menge von Personen mit oftmals sehr unterschiedlichen Vorstellungen über das, was geregelt werden soll, handeln. Die Ermittlung des Willens des Gesetzgebers muss deshalb damit anfangen, zu recherchieren, was die an dem Gesetzgebungsvorhaben Beteiligten wollten. Allerdings haben einige der Beteiligten nichts gesagt, dennoch manchmal etwas gewollt und auch gedacht – und das Gedachte und Gewollte manchmal auch mit Bedacht verschwiegen. Aber: Die historische Gesetzesauslegung hat keine Wahl: Sie geht davon aus, dass die am Gesetzgebungsverfahren Beteiligten redlich waren und gesagt haben, was sie gedacht und gewollt haben.