Der Filmtipp zum Ferienende: Frohes Schaffen – Ein Film zur Senkung der Arbeitsmoral

Für Ausgebrannte und solche, die es werden wollen

Die Ferienzeit ist nun endgültig zu Ende. Der Ferienrichter hat seine Arbeit beendet. Alle sind wieder an ihren Arbeitsplätzen. Wie wäre es da mit einem kleinen Filmchen, um die sommerurlaubliche Entspannung noch ein bisschen auszudehnen?

Konstantin Faigle hat 2012 einen Dokumentarfilm gedreht, der die zumindest in großen Teilen der Bevölkerung noch weit verbreitete Arbeitsmoral mit viel Humor auf den Prüfstand stellt. Der Titel des Films ist Programm: Frohes Schaffen – Ein Film zur Senkung der Arbeitsmoral. Arbeit bestimmt unsere Stellung in der Gesellschaft, bestimmt unser Selbstwertgefühl, gibt unserem Leben Sinn und viele von uns sterben an Überarbeitung. Arbeit als Religionsersatz? Selbstwertgefühl aus sinnentleerter Arbeit? Wie wäre es mit ein wenig Muße? Der Film nähert sich der Arbeit aus den unterschiedlichsten Perspektiven. Es gibt kleine Geschichten, Reportagen (z.B. über einen Trainingssupermarkt ohne Kunden für Langzeitarbeitslose), Spielszenen, Umfragen und vor allem Interviews mit Querdenkern wie z.B. Prof. Benjamin Hunnicutt vom Institut für Muße, Universität Iowa/USA, oder dem Ökonomen Jeremy Rifkin, dem Autor von „Das Ende der Arbeit“. Der Film ist subversiv. Er stellt die Grundidee unserer Leistungsgesellschaft in Frage. Auch wenn Sie in Ihrem Leben anschließend nichts ändern, sie werden sich jedenfalls köstlich amüsieren. Wenn Sie es zulassen, kann der Film auch wehtun. Z.B. wenn Jeremy Rifkin über den von seiner Frau empfohlenen Sterbebetttest plaudert: „Werden Sie auf Ihrem Sterbebett sagen: Wäre ich doch mal lieber eine halbe Stunde länger im Büro geblieben?“

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Neue juristische Methodik für das Zeitalter des Internets

Bundesjustizministerium legt Gesetzentwurf zur fluiden Rechtsordnung vor

Das Bundesministerium für Justiz hält die klassischen juristischen Arbeitsweisen und Methoden im Zeitalter des Internets und der Social Media nicht mehr für zeitgemäß. Es hat deshalb einen Entwurf über ein Gesetz über eine fluide Rechtsordnung vorgelegt.

Die wichtigsten Eckpunkte des Gesetzentwurfs betreffen die Auslegung und Anwendung von Gesetzen und anderen Rechtsnormen:

  1. Die juristische Subsumtion, also das Zuordnen von Tatsachen zu Tatbestandsmerkmalen von Normen, einschließlich der Auslegung von Gesetzestexten wird ersetzt durch die neue juristische Methode der Assoziation, also die assoziative Zuordnung von Fundstellen juristischer Inhalte im Internet zu dem für wahr erachteten Sachverhalt. Die assoziative Zuordnung erfolgt, soweit es um die Zuordnung von Rechtsprechung geht, anhand der veröffentlichten amtlichen oder nicht amtlichen Leitsätze, soweit es um die Zuordnung anderer juristischer Inhalte geht, anhand der veröffentlichten Zusammenfassungen. Nicht-webbasierte Fundstellen, insbesondere papiergebundene Fundstellen, sind mangels Transparenz nicht verwertbar.
  2. Um auch nicht zuordenbare Fundstellen zuordnen zu können, wird die juristische Methode der Dekontextualisierung eingeführt. Dekontextualisierung ist die Entfernung von die Assoziation störenden Elementen.
  3. Die Auswahl der zu berücksichtigenden Fundstellen im Internet hat durch Suchmaschinen zu erfolgen. Dabei gilt das Gebot der vollständigen Ausschöpfung aller deutschsprachigen juristischen Informationssysteme und sonstigen allgemein im Internet zugänglichen Informationen. Die in den Fundstellen enthaltenen Links sind ebenfalls zu berücksichtigen. Sollten Fundstellen im Internet zum inländischen Recht nicht ergiebig sein, kann auch auf Fundstellen zu ausländischem Recht zurückgegriffen werden.