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Justiz-und-Recht-Auszeichnung für juristische Webseiten mit Mehrwert

Fischer im Recht

Der bloggende Bundesrichter

 

Die Justiz-und-Recht-Auszeichnung 3/2016 für juristische Webseiten mit besonderem Mehrwert geht an

Fischer im Recht.

Der Vorsitzende Richter am Bundesgerichtshof Thomas Fischer ist der wohl bekannteste Strafrichter Deutschlands. Er ist Autor eines Standardkommentars zum Strafgesetzbuch. Er scheut keine öffentlichen Auftritte und keine drastischen Worte. Gleichzeitig ist er einer der umstrittensten Richter Deutschlands. Die FAZ titelte jüngst „Immer nur um Fischer – Wie „Deutschlands bekanntester Strafrichter“ seine Arbeit macht. Oder auch nicht.“ Und dieser Richter schreibt seit dem 13. Januar 2015 auf ZEIT online eine wöchentliche Kolumne. Eine Auswahl von Texten aus dieser Kolumne veröffentlichte Fischer jüngst auch in Buchform unter dem selbstbewussten Titel: Im Recht – Einlassungen von Deutschlands bekanntestem Strafrichter.

In seiner ersten Kolumne „Fischer im Recht – Der Beginn“ beschreibt Fischer, was er mit seinen Kolumnen bezweckt: Aufklärung, Belehrung und Kritik über Recht, seine „Voraussetzungen und Bedingungen, Formen und Begründungen, Bedeutungen und Ziele, Wege und Wirkungen“. Die Kolumne will Sachkunde vermitteln. Gegen ziellose und dumpfe Empörung über Recht und Justiz setzt Herr Fischer das Credo, „dass man über Regeln und ihre Voraussetzungen nur schimpfen darf, wenn man sich zuvor Mühe gibt, ihren Sinn zu verstehen“. Auf die Frage, ob „ein Bundesrichter eine öffentliche Kolumne über die Bedeutung und die praktische Verwirklichung des Rechts schreiben“ darf, antwortet Fischer: „Es kommt darauf an, die Rolle des Rechts und die Verantwortung derjenigen zu verstehen, denen es, nach den Worten des Grundgesetzes, „anvertraut“ ist“. Fischer wendet sich nicht nur gegen einseitige Angriffe gegen die Justiz von außen, sondern auch „gegen Verteidiger einer bräsigen Selbstgenügsamkeit von innen“.

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Rechtspolitische Beiträge

Grippe, Schnupfen und Erkältung – Massendelikte in der U-Bahn

Ein Plädoyer für die Bestrafung des häufigsten Körperverletzungsdelikts

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!

Was ist die häufigste Straftat, die nicht geahndet wird? Es ist die Körperverletzung durch Erkältung, Grippe und Schnupfen.

Sie kennen das: Sie sitzen morgens friedlich in der U-Bahn. Nächster Halt. Die Tür geht auf. Weitere Fahrgäste steigen ein. Und da setzt er sich Ihnen gegenüber. Der Verbrecher. Verrotzt setzt er sich hin und niest und hustet und prustet und da Sie Bescheid darüber wissen, was eine Tröpfcheninfektion ist, stehen Sie auf und ergreifen die Flucht. Aber es ist zu spät. Er hat ihn weitergegeben, den Virus. Und Ihr Immunsystem hat dem Virus nichts entgegenzusetzen, so geschwächt wie Sie sind angesichts des Ekels, das Sie ergreift, wenn Sie mit Rotz und Wasser eingenebelt werden.

Und der Grippe-Verbrecher fährt weiter. Und wird als Held gefeiert. Weil er in dem Zustand noch zur Arbeit geht und dort alle Kolleginnen und Kollegen ansteckt, damit auch diese demnächst ihr Heldentum beweisen können.

Meine sehr verehrten Staatsanwältinnen und Staatsanwälte,

schieben Sie diesem wahnsinnigen Treiben endlich einen Riegel vor! Warum verbreiten sich denn jedes Jahr aufs Neue Grippewellen über Grippewellen, als ob es sich dabei um ein Naturgesetz handelte? Weil Sie nicht eingreifen! Weil Sie lächelnd zuschauen, wie gestresste Eltern ihre verrotzten Gören in den Kindergärten und Schulen abgeben. Weil Sie den alltäglichen Austausch verkeimter Körperflüssigkeiten in S- und U-Bahnen, in den Bussen und Büros, in den Kaufhäusern und Supermärkten nicht ahnden.

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Strafrecht, Strafprozessrecht, Strafvollzug, Polizei, Ordnungswidrigkeitenrecht, Soziale Dienste und Kriminologie

Alles rund um das saatliche Gewaltmonopol im Netz.

Nirgends tritt der Staat dem Bürger so deutlich entgegen, wie bei der Ausübung des staatlichen Gewaltmonopols. Regelübertretung und die staatliche Reaktion hierauf. Hier findet man Webseiten rund um Verbrechen, Vergehen und Strafe sowie die Verbrechensbekämpfung und die Erforschung des Verbrechens.

Kriminalität und Strafrecht
Dieses online zugängliche Informationsheft der Bundeszentrale für politische Bildung führt in Kriminalität, Strafrecht, Strafprozessrecht und Strafjustiz ein.

Das Europäische Justizielle Netz in Strafsachen
Das European Judicial Network (EJN) ist ein Netzwerk nationaler Kontaktstellen zur Unterstützung der justiziellen Zusammenarbeit in Strafsachen in der Europäischen Union.

Straf- und Strafprozessrecht

Das Strafrecht übt Vergeltung (Schuldausgleich), bezweckt vielleicht auch Sühne, soll den Täter und die übrigen Mitglieder der Gesellschaft von der Begehung (weiterer) Straftaten abschrecken (General- und Spezialprävention). Maßnahmen der Besserung und Sicherung werden unabhängig von der Schuld allein wegen der Gefährlichkeit des Täters angeordnet. Das Strafrecht regelt im Kern, wann eine Straftat vorliegt, und ihre Rechtsfolgen, insbesondere wie sie bestraft werden soll (Strafzumessung). Das Strafprozessrecht regelt das Verfahren der Strafverfolgungsorgane vom Ermittlungsverfahren über das Gerichtsverfahren bis hin zur Strafvollstreckung.

Strafrecht-Ratgeber
Der Strafrecht-Ratgeber führt unter anderem allgemeinverständlich in Grundlagen des Strafrechts und des Strafverfahrensrechts ein (StGB, Straftaten, Rechtsfolgen der Tat, Strafe, Strafvollstreckung, Gnadenrecht, Jugendstrafrecht, Rechtsmittel, Bundeszentralregister).

StGB.de – Alles zum Strafgesetzbuch (StGB)
StGB.de bietet ein Strafgesetzbuch (StGB) mit Suchfunktion und Informationen und Links zum Strafrecht, insbesondere zu den einzelnen Paragraphen bzw. Straftatbeständen des StGB.

Ratgeber Strafrecht
Die Ratgeber Strafrecht und Die Straftaten auf 123recht.net bestehen aus unstrukturiert dargebotenen Einzelbeiträgen von Rechtsanwälten.