Landesrecht Bayern

Gesetze und Verordnungen des Freistaates Bayern im Internet

Die Bundesrepublik Deutschland ist ein Bundesstaat. Nicht nur der Gesamtstaat, der Bund, hat eine eigene Staatlichkeit, sondern auch die Gliedstaaten, die Länder, haben ihre eigene Staatlichkeit. Staatlichkeit setzt ein Staatsgebiet, ein Staatsvolk und eine Staatsgewalt voraus. Bund und Länder sind demokratische Rechtsstaaten. Deshalb ist elementare Ausdrucksform ihrer Staatsgewalt ihre jeweilige Gesetzgebung. Neben das Bundesrecht tritt also das Landesrecht. Was der Bund und was die Länder regeln dürfen, regelt das Grundgesetz, indem es - vereinfacht gesagt - Bund und Ländern Rechtsmaterien zuweist, die sie regeln dürfen.

Auch wenn die Bundesgesetzgebung häufiger im Fokus der Öffentlichkeit steht, einen großen Teil der Rechte und Pflichten der Bürger regelt das Landesrecht. Man denke nur an die Landesverfassungen, das Kommunalrecht, das Polizei- und Ordnungsrecht, das Bauordnungsrecht, das Schulrecht, das Straßenrecht, das Nachbarrecht ... . Neben eine Sammlung des Bundesrechts gehört also immer auch eine Sammlung des jeweiligen Landesrechts. Und in Zeiten des Internets ist jedes Land in der Pflicht, seinen Bürgern das Landesrecht im Netz zugänglich zu machen.

Das moderne bayersiche Landesrecht kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Das bedeutendste bayerische Gesetzeswerk war der Codex Maximilianeus Bavaricus Civilis, das sogenannte Bayerische Landrecht von 1756. Dabei handelte es sich um Zivilrecht, das erst mit dem Inkrafttreten des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) am 1. Januar 1900 außer Kraft trat.

Gesetzesdokumentationen

Bürgerservice BAYERN-RECHT Online
Die Datenbank BAYERN-RECHT stellt kostenlos unter anderem die bayerischen Gesetze und Verordnungen in konsolidierter Fassung zur Verfügung. Mit komfortablen Suchmöglichkeiten. Herausgegeben vom Freistaat Bayern und juris.