Verwaltungsvorschriften

Das verwaltungsinterne Recht im Netz

Verwaltungsvorschriften sind – anders als Gesetze und Verordnungen – keine Rechtsvorschriften. Sie wenden sich nur an die Verwaltung und nicht an den Bürger. Verwaltungsvorschriften sind verwaltungsinterne Regelungen, die Organisation und Handeln der Verwaltung bestimmen. Verwaltungsvorschriften bestimmen das behördliche Handeln in enormem Ausmaß. Es soll sogar Behördenmitarbeiter geben, die gar nicht wissen, welche Gesetzesvorschrift sie anwenden, weil sie sich nur an den Verwaltungsvorschriften orientieren, die die die Gesetzesausführung konkretisieren …

Da Verwaltungsvorschriften eine Verwaltungspraxis begründen oder begründen können, können sie über den Gleichheitssatz auch einen Anspruch des Bürgers auf Behandlung entsprechend der durch die Verwaltungsvorschrift begründeten Verwaltungspraxis vermitteln. Dann kann man von verwaltungsinternem Recht mit Außenwirkung reden.

Während Verwaltungsvorschriften, manchmal auch als Ausführungsvorschriften, Anordnungen, Dienstanweisungen oder Erlasse bezeichnet, die Verwaltung binden, enthalten Rundschreiben lediglich Empfehlungen, die in der behördlichen Praxis jedoch weitgehend als verbindlich behandelt werden.

Die Praxis, ob und wie Verwaltungsvorschriften und Rundschreiben veröffentlicht werden, divergiert von Land zu Land. Einige Verwaltungen scheinen immer noch der überkommenen Auffassung anzuhängen, Verwaltungsvorschriften als verwaltungsinternes Recht gingen den Bürger nichts an. Zum Glück scheint diese Auffassung immer mehr an Boden zu verlieren.

Bund – Verwaltungsvorschriften im Internet
Verwaltungsvorschriften im Internet wird von der Bundesregierung unter Federführung des Bundesministeriums des Innern gemeinsamen mit der juris GmbH zur Verfügung. Geboten wird eine komfortable Suche in aktuellen Verwaltungsvorschriften der obersten Bundesbehörden.

Bayern-Recht online – Verwaltungsvorschriften
Das Land Bayern stellt diegeltenden,  im Amtsblatt veröffentlichten Verwaltungsvorschriften in der von der Bayerischen Staatsregierungund der juris GmbH betriebenen Datenbank BAYERN-RECHT online.

Behörden, Verwaltungen und Ministerien

Die Administration im Netz

Die Staatsgewalt in der Bundesrepublik Deutschland verteilt sich auf drei Gewalten: Auf die Legislative, also die gesetzgebende Gewalt, die Judikative, also die rechtsprechende Gewalt, und die Exekutive, also die vollziehende Gewalt. Dem Bürger tritt der Staat zumeist in der Form der Verwaltung gegenüber. Nicht umsonst heißt es „Von der Wiege bis zur Bahre: Formulare, Formulare …“. Behörden sind die Stellen, die als Organe des Staates oder eines anderen Verwaltungsträgers die Aufgaben der öffentlichen Verwaltung wahrnehmen. Ministerien sind die höchsten Verwaltungsbehörden des Bundes und der Länder. Sie werden von einem politisch verantwortlichen Minister geführt.

Erstaunlicherweise sind Behörden manchmal besser als ihr Ruf. Die Vorzüge der deutschen Verwaltung schätzt man meist erst, wenn man im Ausland sitzt …

behördenfinder Deutschland
Der Behördenfinder sucht bundesweit nach Leistungen und Informationen der öffentlichen Verwaltung. Das Angebot hat noch Lücken, weil bislang nicht alle Länder und Kommunen teilnehmen.

deutschland.de – Das Deutschland-Portal
Unter dem Schlagwort Staat bietet das vom Auswärtigen Amt herausgegebene Deutschland-Portal wenig systematisch Links zu Staat, Politik und Demokratie: Bürgerportale, Bundesämter und Bundesanstalten, Justiz und Recht, Parteien und Stiftungen etc.

bund.de verwaltung-online
Behördenverzeichnis
bund.de ist der zentrale Zugang zu den elektronischen Leistungen und Informationsangeboten der Bundesverwaltungen im Internet. Es enthält unter anderem ein Verzeichnis der Behörden und Institutionen des Bundes mit unter anderem einer kurzen Aufgabenbeschreibung der jeweiligen Einrichtung.

Ministerien.Net
Ministerien.net ist eine Suchmaschine, die Suchergebnisse von Websites der Ministerien und Ämter der Länder und des Bundes liefert.

Der Kommunalnavigator
Der Kommunalnavigator bietet Strukturdaten der Deutschen Städte, Kreise und Gemeinden und verzeichnet die offiziellen, kommunalen Websites.

Stellenangebote Öffentlicher Dienst

Die wichtigsten Seiten für die Stellensuche im Öffentlichen Dienst

Das Manko der meisten Stellenportale, die über Stellenangebote im Öffentlichen Dienst unterrichten, ist, dass ihre Bestückung von der Praxis der jeweiligen Einstellungsbehörde abhängt. Die Portale des Bundes und der Länder unterrichten recht zuverlässig über Stellenangebote im unmittelbaren Bundes- oder Landesdienst. Stellenangebote bei Anstalten oder Körperschaften, bei Mittelbehörden, Landkreisen und insbesondere bei den Kommunen sind in den zentralen Portalen jedoch meist nur fragmentarisch verzeichnet. Erste Wahl ist das Portal Bund.de, das sich hoffentlich zu einem auch von den kommunalen Körperschaften intensiv genutzen zentralen Stellenangebotspool für den gesamten Öffentlichen Dienst in Deutschland entwickelt. Konkurrenz erhält dieses Portal neuerdings von Interamt. Ein sicheres Bild der Angebotslage erhält man derzeit aber nur, wenn man auch die Stellenangebote der in Frage kommenden Anstalten und Körperschaften, insbesondere auch die der Landkreise und Kommunen recherchiert. Leider ein mühsames Geschäft …

Die Stellenangebote, die den Mitarbeitern der jeweiligen Körperschaft vorbehalten sind, sind meist nicht öffentlich zugänglich, sondern finden sich nur auf den entsprechenden Intranet-Seiten.

Im Folgenden finden Sie Stellenportale für Bund, Länder und die größten Städte Deutschlands. Hier können nicht alle Kreise, Städte und Gemeinden dokumentiert werden. Stellenangebote bestimmter Gemeinden, Städte und Kreise können durch Eingabe entsprechender Suchbegriffe im Behördenfinder recherchiert werden. Die Internetadressen der Landkreise können über den Kreisnavigator des Deutschen Landkreistages, die der Städte unter Stadt-Verzeichnis.de ermittelt werden.

Der Beitrag Berufswahl Öffentlicher Dienst macht Sie auf einige Aspekte zum Öffentlichen Dienst aufmerksam, die nicht auf den Rekrutierungsseiten der Behörden stehen, über die Sie aber nachgedacht haben sollten, bevor Sie sich für eine berufliche Laufbahn im Öffentlichen Dienst entscheiden.