Prozess, Prozessrecht und Prozesstaktik

Guter Rechtsanwalt – Schlechter Rechtsanwalt

Und wie man sie beide voneinander unterscheidet - Zur Qualität anwaltlicher Arbeit

Sie möchten wissen, wie man beurteilt, ob ein Rechtsanwalt ein guter Rechtsanwalt ist? Wie man die Qualität eines Rechtsanwaltes auch als juristischer Laie einschätzen kann? Dann sind Sie hier richtig. Suchen Sie gerade einen guten Rechtsanwalt? Dann wird Ihnen hier zwar kein bestimmter Rechtsanwalt empfohlen. Aber Sie finden ein paar Hinweise, wie Sie einen guten Rechtsanwalt erkennen können, wenn Sie einen treffen. Sind Sie nämlich nicht gerade langjähriger Justizprofi, stehen die Chancen gut, dass Sie einen schlechten Rechtsanwalt für einen guten halten und auf einen Schaumschläger hereinfallen. Oder umgekehrt. Zur Suche nach einem guten Rechtsanwalt empfehle ich Ihnen, Wie finde ich einen guten Rechtsanwalt? zu lesen.

Das Bild, das sich viele Menschen von einem guten Anwalt machen, beruht auf Film und Fernsehen – vornehmlich auf Filmen über die amerikanische Strafjustiz. Da wird der rhetorisch versierte Anwalt propagiert, der eine Jury engagiert und mit cleveren Tricks von der Unschuld seines Klienten überzeugt. Auch haut der Anwalt gerne mal auf den Tisch. Wie aber sieht die deutsche Rechtswirklichkeit außerhalb des Fernsehers aus?

Ein guter Rechtsanwalt ist der, der gut für seinen Mandanten ist

Wenn Sie einen Rechtsanwalt als „guten Rechtsanwalt“ bezeichnen, bewerten Sie die Handlungen oder Eigenschaften des Anwaltes positiv. Wobei Eigenschaften bei genauerer Betrachtung eine Zusammenfassung von Beobachtungen von Handlungen sind. Wenn Sie etwa davon reden, ein Rechtsanwalt sei durchsetzungsstark, dann haben Sie zum Beispiel beobachtet, dass der Rechtsanwalt sich in einer Reihe von Verhandlungen durchgesetzt hat, und sie prognostizieren, dass er sich auch in Zukunft wieder durchsetzen wird.

Rechtspolitische Beiträge

Grippe, Schnupfen und Erkältung – Massendelikte in der U-Bahn

Ein Plädoyer für die Bestrafung des häufigsten Körperverletzungsdelikts

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!

Was ist die häufigste Straftat, die nicht geahndet wird? Es ist die Körperverletzung durch Erkältung, Grippe und Schnupfen.

Sie kennen das: Sie sitzen morgens friedlich in der U-Bahn. Nächster Halt. Die Tür geht auf. Weitere Fahrgäste steigen ein. Und da setzt er sich Ihnen gegenüber. Der Verbrecher. Verrotzt setzt er sich hin und niest und hustet und prustet und da Sie Bescheid darüber wissen, was eine Tröpfcheninfektion ist, stehen Sie auf und ergreifen die Flucht. Aber es ist zu spät. Er hat ihn weitergegeben, den Virus. Und Ihr Immunsystem hat dem Virus nichts entgegenzusetzen, so geschwächt wie Sie sind angesichts des Ekels, das Sie ergreift, wenn Sie mit Rotz und Wasser eingenebelt werden.

Und der Grippe-Verbrecher fährt weiter. Und wird als Held gefeiert. Weil er in dem Zustand noch zur Arbeit geht und dort alle Kolleginnen und Kollegen ansteckt, damit auch diese demnächst ihr Heldentum beweisen können.

Meine sehr verehrten Staatsanwältinnen und Staatsanwälte,

schieben Sie diesem wahnsinnigen Treiben endlich einen Riegel vor! Warum verbreiten sich denn jedes Jahr aufs Neue Grippewellen über Grippewellen, als ob es sich dabei um ein Naturgesetz handelte? Weil Sie nicht eingreifen! Weil Sie lächelnd zuschauen, wie gestresste Eltern ihre verrotzten Gören in den Kindergärten und Schulen abgeben. Weil Sie den alltäglichen Austausch verkeimter Körperflüssigkeiten in S- und U-Bahnen, in den Bussen und Büros, in den Kaufhäusern und Supermärkten nicht ahnden.

Berufswahl Öffentlicher Dienst

Ein paar Aspekte zur Berufswahl, die nicht auf den Rekrutierungsseiten für den Öffentlichen Dienst stehen

Die Bandbreite der im Öffentlichen Dienst möglichen Beschäftigungen ist enorm. Sie reicht vom klassischen Behördenmitarbeiter, dem Sie in Ihrem Rathaus begegnen, über Polizeibeamte, Bauingenieure, Pädagogen, Verwaltungsjuristen bis hin zu Managern öffentlicher Unternehmen. Angesichts der Überalterung des Öffentlichen Dienstes verbessern sich die Chancen auf einen Berufseinstieg im Öffentlichen Dienst von Jahr zu Jahr. Stehen Sie vor der Entscheidung: Arbeiten im Öffentlichen Dienst? Dann sollten Sie sich gut informieren.

Beamte und Tarifbeschäftigte

Zunächst sollten Sie wissen, dass es im Öffentlichen Dienst zwei Gruppen von Beschäftigten gibt, nämlich die Beamten, die in einem besonderen gesetzlich geregelten, öffentlich-rechtlichen Rechtsverhältnis zum Dienstherrn stehen, und die Tarifbeschäftigten, die in einem arbeitsrechtlichen Beschäftigungsverhältnis stehen. Dieser Unterschied führt dazu, dass in einer Verwaltung in einem Zimmer zwei Mitarbeiter sitzen können, die zwar dieselbe Arbeit machen, aber völlig unterschiedlich vergütet werden, andere Arbeitszeiten haben, im Krankheitsfall völlig unterschiedlich versorgt werden etc. Das führt oft zu Unzufriedenheit zwischen den Mitarbeitern, die dann auf unterschiedlichste Weise ihr Ventil findet, z.B. im Krankenstand.

Gemeinwohlorientierung

Schön wäre es natürlich, wenn Mitarbeiter des Öffentlichen Dienstes dadurch motiviert werden würden, dass sie dem Gemeinwesen dienen wollen. Dieser Wille ist bei vielen Mitarbeitern des Öffentlichen Dienstes vorhanden. Das merkt man, wenn sich diese durch widrigste Arbeitsumstände kämpfen, um dem Bürger einen ordentlichen Service zu bieten. Eine gewisse Gemeinwohlorientierung erleichtert es auch, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Sie sind oft abwägender Natur und da wäre es fatal, wenn die Mitarbeiter des Öffentlichen Dienstes einseitig bestimmten Interessen verpflichtet wären. Oder möchten Sie jemanden in der Wohnungsaufsicht sitzen haben, dessen Handeln sich ausschließlich an den finanziellen Interessen der Wohnungseigentümer orientiert, nicht aber daran, ob Ihre Bude morgen vielleicht zusammenkracht?